Zeitraum: 2005 bis 2007

In der Demokratischen Republik Kongo realisierte pbi erstmals ein längerfristiges Projekt im Rahmen ihres Mainstreaming Protection Program (MPP). Im Unterschied zu anderen Projekten setzte pbi hier keine Freiwilligen-Teams für schützende Begleitung ein. Handlungsfelder waren an die Konfliktsituation angepasste kurzfristige Formen der Unterstützung kongolesischer NGOs, die eine Rolle in der Friedenssicherung und im Schutz der Menschenrechte spielten. Das Projekt in der Demokratischen Republik Kongo wurde vom pbi-Europabüro in Brüssel koordiniert.
 

Schwerpunkte vor Ort

► Ausbildung von Multiplikator_innen in Sicherheitsfragen in mehreren Regionen des Landes

► Erstellung zweier Dokumentarfilme zur Situation kongolesischer Menschenrechtsverteidiger_innen

► Lobby-, Advocacy- und Informationsarbeit (mit der Regierung, multilateralen Institutionen und NGOs)

Das Mainstreaming Protection Program (MPP)

Mit dem MPP möchte pbi sich weltweit mit innovativen Methoden für den Schutz bedrohter Menschenrechtsverteidiger_innen einsetzen.

Ergebnisse des MPP sind:

► das bei der Stiftung Frontline erschienene Trainings-Handbuch von Enrique Eguren „Protection-Manual for Human Rights Defenders“

► die Übersetzung der EU-Richtlinien zum Schutz der Menschenrechtsverteidiger_innen in lokale Sprachen, etwa Bahasa oder Nepali

► Trainings in Zentralafrika, Brasilien und Nepal

► der Aufbau einer Internetpräsenz (www.protectiOnline.org) zur Vernetzung der Akteur_innen

► die Durchführung einer Kampagne zum Schutz von Vertriebenen

Unter dem Dach der Organisation Protection International werden die Tätigkeiten in der Demokratischen Republik Kongo fortgeführt. „Protection International“ ist aus dem früheren pbi-Europabüro hervorgegangen und hat seinen Sitz in Brüssel.