Zeitraum: 1987 bis 1990

Die Arbeit von pbi in Guatemala wurde in El Salvador bekannt. 1986 bekam pbi vermehrt Anfragen von Familienangehörigen gewaltsam Verschwundener und von Kirchen. Ende der 80er Jahre wurden Anschläge gegen zivile Organisationen verübt, eine Autobombe zerstörte eines der größten Gewerkschaftshäuser, mehrere Gewerkschafter_innen wurden ermordet. Die Guerilla FMLN begann im November 1989 eine bewaffnete Offensive gegen die Regierung. Die Regierung antwortete mit Bombardements ganzer Stadtviertel. Unzählige Menschen verließen das Land, viele internationale Mitarbeiter_innen wurden des Landes verwiesen. Selbst pbi konnte nur nach zähen Verhandlungen mit der Regierung seine Arbeit im Land fortführen.
 

Schwerpunkte vor Ort

► Schutzbegleitung von bedrohten Menschenrechtsverteidiger_innen, Gewerkschaften und wiederkehrenden Flüchtlingen

► Beobachtung von Demonstrationen und Veranstaltungen

► Friedenserziehung zu Methoden der Verhandlungen und zu gewaltfreier Konfliktbearbeitung

► Workshops zu Methoden der psychologischen Verarbeitung der Kriegstraumata und zum Wiederaufbau sozialer Netze
 

Schließung

Das Projekt wurde beendet, nachdem Friedensverträge abgeschlossen wurden und die Anfragen nach Schutzbegleitung zurückgegangen waren.