1) Wer ist peace brigades international (pbi)?

pbi – peace brigades international — ist eine von den Vereinten Nationen anerkannte Nichtregierungsorganisation, die sich seit 1981 in Krisengebieten für Menschenrechte und gewaltfreie Konfliktbearbeitung einsetzt. Auf Anfrage lokaler Gruppen organisiert pbi eine schützende Präsenz mit internationalen Freiwilligenteams, um das Leben der Menschenrechtsverteidiger_innen zu retten und Handlungsräume für eine gewaltfreie Konfliktbearbeitung zu schaffen. [Mehr…]

2) Wo arbeitet pbi?

Derzeit ist pbi in sieben Projektländern aktiv: Mexiko, Guatemala, Kolumbien, Kenia, Honduras, Nepal und Indonesien. In neun weiteren Ländern hatte pbi Projekte, die schon abgeschlossen werden konnten. Die Mitarbeiter_innen und Ehrenamtlichen der derzeit 13 pbi-Ländergruppen weltweit unterstützen die Arbeit in den Projektländern durch Bildungs-, Öffentlichkeits- und Advocacy-Arbeit sowie durch die Anwerbung und Entsendung der Freiwilligenteams. [Mehr…]

3) Wie arbeitet pbi?

pbi folgt den Grundsätzen der Gewaltfreiheit, Unabhängigkeit, Nichtparteinahme und Nichteinmischung sowie dem Anfrage- und Konsensprinzip. Wir setzen uns für den Schutz von Menschenrechtsverteidiger_innen ein, die aufgrund ihrer Arbeit für die Einhaltung und Umsetzung der Menschenrechte bedroht werden. Wir geben ihnen Raum, damit sie sich weiterhin wirksam für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen können. Dies wird durch die internationale Schutzbegleitung umgesetzt. [Mehr…]

4) Wie funktioniert die internationale Schutzbegleitung?

Auf ausdrückliche Anfrage lokaler Gruppen, Menschenrechtsaktivist_innen und Organisationen, die von politisch motivierter Gewalt bedroht sind, organisiert pbi eine schützende Präsenz mit Hilfe internationaler Freiwilligenteams. Die Anwesenheit dieser Augenzeug_innen verhindert Menschenrechtsverletzungen, denn Gewaltakteur_innen scheuen das Licht der Öffentlichkeit. So werden Angriffe erschwert und die Eskalation von Gewalt gebremst. Zum Gelingen der Schutzbegleitung hat pbi ein internationales Netzwerk aus Kontakten mit Politik, Diplomatie und Zivilgesellschaft aufgebaut. Die Schutzbegleitung wird durch die Verbreitung unabhängiger Informationen wie etwa Publikationen, Filme und Informationsveranstaltungen sowie durch Advocacyarbeit mit internationalen und nationalen Institutionen, Regierungsvertreter_innen und Abgeordneten unterstützt. [Mehr…]

5) Wie arbeitet pbi- Deutscher Zweig e.V. (pbi Deutschland)?

In ganz Deutschland gibt es Regionalgruppen (u.a. Hamburg, Berlin, Rhein-Main, Köln-Bonn und München), dauerhafte Arbeitsgruppen zu den einzelnen Projektländern sowie Arbeitsgruppen für zeitlich und sachlich begrenzte Aktionen (z.B. Besuchsreisen). Im Büro des Deutschen Zweigs in Hamburg arbeiten Hauptamtliche, Freiwillige, Praktikant_innen und Ehrenamtliche. Zwei Mal jährlich finden Bundestreffen aller pbi-ler zur Entscheidung über Grundsatz- und organisatorischen Fragen statt.

6) Was macht das Bildungsprojekt von pbi Deutschland?

Als offizielles Projekt der UN-Weltdekade – Bildung für nachhaltige Entwicklung – zielt pbi Deutschland mit dem Bildungsprogramm auf die Stärkung einer Kultur der sozialen Gerechtigkeit und Menschenrechte ab. Damit wollen wir erreichen, dass Menschenrechte verstanden, respektiert und verteidigt werden. Dazu bieten wir Workshops für Jugendliche für den schulischen sowie außerschulischen Bereich an. Mit dem interaktiven Puppenspiel „Rositas Puppenbühne“ lernt auch das sehr junge Publikum auf spielerische Weise, wie Frieden und Gerechtigkeit im Alltag durch Dialog geschaffen werden kann und Konflikte gewaltfrei gelöst werden können.

7) Wie finanziert sich pbi Deutschland?

pbi finanziert sich durch Spenden sowie durch öffentliche und private Zuschüsse (u. a. Stiftungen, Kirchen, Botschaften, multilaterale Institutionen). [Mehr…]

8) Wie kann ich pbi Deutschland unterstützen?

Finanziell ist pbi stets auf Spenden angewiesen. Für die inhaltliche Arbeit in Deutschland ist es wichtig, Möglichkeiten für Informations-, Diskussions- und Bildungsveranstaltungen zu erhalten. Kennen Sie eine Schule, an der pbi einen Workshop durchführen kann? Eine Universität, an der pbi einen Vortrag halten kann? Eine Gruppe von interessierten Menschen, die mehr über pbi und deren Arbeit erfahren möchten? Dann sprechen Sie die Geschäftsstelle oder Regionalgruppe in Ihrer Nähe an — zusammen können wir etwas auf die Beine stellen.

9) Wie kann ich mit pbi Deutschland aktiv werden?

In Deutschland können Sie ehrenamtlich oder als Praktikant_in in der Geschäftsstelle tätig werden. Außerdem sind die Regional- und Arbeitsgruppen immer auf der Suche nach weiteren Mitgliedern. Ohne diese Unterstützung der ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen in Deutschland wäre die wichtige, lebensrettende Arbeit in den Projektländern nicht möglich. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit pbi für mindestens ein Jahr ins Ausland zu gehen. Als pbi-Freiwillige_r leben und arbeiten Sie in einem internationalen Team und schützen und begleiten bedrohte Menschenrechtsverteidiger_innen in Konfliktgebieten. So verschaffen Sie ihnen den nötigen Freiraum, damit sie ihre Arbeit ohne Gefahr fortsetzen können.

10) Welche Voraussetzungen muss ich für den Freiwilligendienst mit pbi erfüllen?

Als erstes sollten Sie sich sicher sein, Ihren Lebensmittelpunkt für mindestens ein Jahr in das Projektland verlegen und dort mit einem internationalen Team leben und eng zusammenarbeiten zu wollen. Um mit pbi in einem Krisengebiet tätig zu werden, müssen Sie ein Informationsseminar bzw. einen Informationstag besucht haben und eine aussagekräftige Bewerbung abgeben. Nach persönlichen Gesprächen und einem telefonischen Interview nehmen Sie an einem Projekttraining im Ausland teil. Sie sollten psychisch und physisch belastbar sein und möglichst schon Erfahrung mit der Arbeit einer Nichtregierungsorganisation mitbringen. Neben sehr guten, verhandlungssicheren Kenntnissen der Landessprache (Lateinamerika: Spanisch; Kenia: Englisch) sollte Ihnen auch die Kultur und Geschichte des Landes vertraut sein. Von Vorteil ist auch die Fähigkeit zur und das Interesse an politischer Analyse, diplomatischen Gesprächen und Schreiben von Berichten und Publikationen. Das Mindestalter beträgt 25 Jahre, denn die Freiwilligen sollten bei Vertreter_innen von Behörden und lokalen Menschenrechtsorganisationen ein sicheres Auftreten zeigen, sodass eine gewisse Lebenserfahrung vorausgesetzt wird. [Mehr…]

11) Wie erhalte ich weitere Informationen über die pbi?

Mehr Informationen über unsere spannende und vielseitige Arbeit finden Sie auf unserer Website, in unseren Publikationen oder direkt in der Hamburger Geschäftsstelle: Telefon: 040 / 38 90 437-0; Mail: info(at)pbi-deutschland.de. Außerdem versenden wir alle zwei Monate einen elektronischen Newsletter mit aktuellen Nachrichten und Ankündigungen (>> Anmeldung). Auf Veranstaltungen in Ihrer Nähe können sie persönlich mit pbi-Mitarbeiter_innen und Rückkehrer_innen sprechen. Außerdem hilft Ihnen die Regionalgruppe in Ihrer Nähe bei Fragen gerne weiter. Verlinken Sie sich mit uns auf facebook und twitter und treten Sie mit Menschenrechtsaktivist_innen, die von pbi begleitet werden, sowie Mitarbeiter_innen in direkten Kontakt.