pbi Deutschland ist eine von 13 Ländergruppen der Friedens- und Menschenrechtsorganisation pbi. Dabei verwaltet und koordiniert die Geschäftsstelle in Hamburg die gesamte (ehrenamtliche) Arbeit der deutschen Ländergruppe und bildet ferner die Schnittstelle zur internationalen Ebene von pbi. 1985 entstand in Trier die nationale Kontaktstelle von pbi, die seit 1991 ein anerkannter, gemeinnütziger Verein ist. pbi Deutscher Zweig e.V. wird zu einem großen Teil von Freiwilligen, Ehrenamtlichen und Praktikant_innen getragen. Sie treten einen Freiwilligendienst im Ausland an, engagieren sich bundesweit in Regionalgruppen oder themen­bezogenen Arbeitsgruppen oder helfen direkt in der Geschäftsstelle.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Projekt- und Freiwilligen­begleitung. Die Mitarbeiter_innen der Projekt­begleitung stellen Anträge für staatliche und kirchliche Zuschüsse, um die Finanzierung der Auslandsprojekte, Inlandsarbeit, Personalanwerbung und Entsendung von Freiwilligen zu gewährleisten. Die Freiwilligen werden vor, während und auch nach ihrem Dienst von pbi betreut. Das wird unter anderem dadurch umgesetzt, dass der komplette Bewerbungsprozess begleitet wird, die Freiwilligen für den Auslandseinsatz ausgebildet werden und auch während des Einsatzes der Kontakt zwischen den Freiwilligen und den Mitarbeiter_innen der Geschäftsstelle gehalten wird.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit in Deutschland ist die Advocacyarbeit, das heißt der politische Dialog mit den zuständigen Ministerien (Auswärtiges Amt, Bundesministerium für wirtschaft­liche Zusammenarbeit und Entwicklung), den relevanten Ausschüssen im Deutschen Bundestag sowie einzelnen Bundestagsabgeordneten. Aber auch der Kontakt zu Organisationen der deutschen Entwicklungs­zusammenarbeit, Friedens­forschungsinstituten, Gewerkschaften, Jurist_innen, Journalist_innen, Bischöf_innen und Wissenschaftler_innen sind für die politische Unterstützung der Arbeit von pbi unerlässlich. Zudem organisiert pbi Gesprächsreisen für begleitete Menschenrechts­verteidiger_innen, die, ebenso wie zurückgekehrte pbi-Freiwillige, Parlamentarier_innen oder Referent_innen des Auswärtigen Amts in direkten Gesprächen über die Situation in den Projektländern informieren können.

Das pbi-Bildungsprojekt „Menschenrechte lernen & leben“ wendet sich seit 2004 dem Thema Menschenrechtsbildung im Inland zu und wurde als ein Projekt der UN-Weltdekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Menschenrechtsbildung, wie pbi sie auf der Basis der langjährigen Erfahrung aus der Arbeit in Krisen- und Konfliktgebieten versteht, fördert eine Kultur der Menschenrechte und des zivilgesellschaftlichen Engagements im Inland. Die Bildungsangebote sind sowohl für die Grund-, Mittel- und Oberstufen an Schulen als auch für Kitas, Konfirmand_innengruppen und den außerschulischen Bereich konzipiert. pbi bietet Workshops, Projekttage, Puppentheater, Film- oder Theaterprojekte sowie Lehrer_innen­fortbildungen an, die zu einer schärferen Wahrnehmung von Menschenrechtsverletzungen, politischer Gewalt und der internationalen Dimension von Konflikten beitragen.

>> Flyer pbi Deutscher Zweig e.V.