Zeitraum: 1983 bis 1999

Im Rahmen einer Aufstandsbekämpfungspolitik unter Präsident Rios Montt wurden in Guatemala Anfang der 80er Jahre tausende Menschen Opfer von Gewalt. Über 400 Dörfer wurden von der Armee zerstört, mehr als 200.000 Menschen ermordet. Es gab etwa 40.000 Verschwundenen-Schicksale. 40.000 Menschen flohen über die Grenze nach Mexiko, während eine Million Menschen als Kriegsflüchtlinge im Land umsiedelten und in Städte abwanderten. Gewerkschaften und soziale Organisationen wurden verfolgt und ihre Arbeit zerstört. Die Militärregierung Guatemalas wurde deshalb von der internationalen Öffentlichkeit des Völkermordes angeklagt. Daraufhin versprach General Mejia Victores 1983 eine politische Öffnung für internationale Organisationen.
 

Schwerpunkte vor Ort

  • Begleitung und Beobachtung von öffentlichen Veranstaltungen und Demonstrationen
  • Schutzbegleitung von Einzelpersonen und Organisationen
  • Ausbau des Emergency Warning Systems (EWS) und des Emergency Response Systems (ERN)
  • Lobbyarbeit
  • Friedenserziehung in gewaltfreier Konfliktbearbeitung
  • Information und Berichterstattung für die internationale Öffentlichkeit

Schließung

Das Projekt wurde beendet, da nach Abschluss der Friedensverträge 1996 die Anfragen nach Schutzbegleitung zurückgegangen waren. Die anderen Aufgaben, etwa die Workshops zur Friedenserziehung, konnten von nationalen Organisationen übernommen werden.
 

Wiederaufnahme des Projekts

Aufgrund zahlreicher und dringender Anfragen von Organisationen um Schutzbegleitung wurde im Jahre 2003 das Guatemala-Projekt wieder eröffnet.