1922 Grundzüge der Idee von Mahatma Gandhi, ein Freiwilligen-Korps zu gründen und den Kongress in eine gewaltfreie Armee umzuwandeln.

1938 Mahatma Gandhi verfolgt die Idee, eine Friedensarmee (Peace Brigade) zu gründen.

1957 Gründung der Friedensarmee (Shanti Sena) durch Vinoba Bhave, spiritueller Nachfolger von Gandhi. Mehrere tausend Personen (Shanti Sainiks) wurden bei Straßenunruhen zwischen Hindus und Moslems eingesetzt, mit folgenden Aufgaben: Vermittelnde Position, Verbreitung von Informationen, Versöhnungs- und Aufbauarbeit in zerstörten Stadtteilen.

1962 Gründung der „World Peace Brigade for Non-violent Action“ (WPB) in Beirut (Libanon) nach einem Beschluss auf der Dreijahres­konferenz 1960, der „War Resisters International“. Aktivitäten der WPB:

► Februar bis Oktober 1962: Vorbereitung eines großen Friedensmarsches zur Unterstützung der Unabhängigkeitsbewegung in Nord-Rhodesien (heute Sambia)

► Oktober 1962: Aktion Everyman III – Versuch, mit Schiffen gegen Atomtests zu protestieren und in Polen und Leningrad an Land zu gehen

► Oktober 1963 bis Januar 1964: Delhi-Peking-Friedensmarsch während des indisch-chinesischen Grenzkrieges

► 1964 bis 1972: Mehrjährige Arbeit in Nagaland (nordöstliches Indien): Abkommen zwischen Zentralregierung und Aufständischen ausgehandelt

► 1971 bis 1974: Einsatz während der Zypernkrise zur Wiederansiedelung von türkisch-zypriotischen Flüchtlingen

4. September 1981 Gründung der Menschenrechts- und Friedens­organisation peace brigades international auf Grindstone Island in Kanada unter dem Eindruck der Niederschlagung der Solidarnosc-Bewegung in Polen, dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan und der drohenden Invasion der USA in Nicaragua

1983 Guatemala war 1983 das erste Einsatzland von pbi. Nach dem Friedensschluss wurde das Projekt 1999 geschlossen. Aufgrund zahlreicher Anfragen um Schutzbegleitung wurde das Projekt 2003 wieder eröffnet.

ab 1986 Erste ehrenamtliche Gruppen in Deutschland

1986 bis 1990 Die Arbeit von pbi in Guatemala wurde in El Salvador bekannt. 1986 bekam pbi vermehrt Anfragen von Kirchen und von Familienangehörigen gewaltsam Verschwundener in El Salvador.

1989 bis 1998 pbi begann die Arbeit in Sri Lanka aufgrund von Anfragen mehrerer Rechtsanwälte, die Todesdrohungen erhalten hatten, weil sie im Bürgerkrieg illegalen Verhaftungen und dem Verschwinden von Zivilist:innen nachgingen.

1991 Vereinsgründung von peace brigades international – Deutscher Zweig e.V. (pbi Deutschland)

1992 bis 1999 Anfang der 90er kam es zu gewaltsamen Konflikten zwischen amerikanischen Ureinwohner:innen und der Mainstream-Gesellschaft. Durch pbi-Präsenz sollte eine friedliche Lösung gefunden werden.

1993 pbi erhielt vermehrt Anfragen aus Kolumbien und prüfte daraufhin, ob das pbi-Konzept der Schutzbegleitung im Land durchführbar sei. Trotz der Komplexität des bewaffneten Konflikts und den großen regionalen Unterschieden entschied sich pbi 1994, die Arbeit im Andenstaat aufzunehmen.

1994 bis 2001 Das Balkan Peace Team war eine Kooperation mehrerer internationaler Friedensorganisationen, mit dem Ziel, die Konflikte in Kroatien, Serbien und dem Kosovo friedlich zu lösen.

1995 bis 2000 Die Arbeit von pbi in Haiti stand unter dem Titel „Unterstützung des Demokratisierungsprozesses“ durch Friedenserziehung und Bildung von Friedensforen und Netzwerken.

Ab 1999 war pbi in Indonesien aktiv, bevor das Projekt 2010 geschlossen werden musste. Gemeinsam mit der indonesischen Menschenrechtsorganisation ELSAM verfolgt pbi nun ein neues Konzept, um Aktivist:innen zu schützen.

Seit 2000 begleitet pbi bedrohte Personen und Organisationen in Mexiko-Stadt, Oaxaca, Guerrero und seit 2013 auch im Norden Mexikos, in den Bundesstaaten Chihuahua und Coahuila.

2005 bis 2007 In der Demokratischen Republik Kongo realisierte pbi erstmals ein längerfristiges Projekt im Rahmen ihres Mainstreaming Protection Program (MPP). Unter dem Dach von „Protection International“ werden die Tätigkeiten fortgeführt.

2006 bis 2013 Schwerpunkte der Arbeit in Nepal von waren Schutzbegleitung und Advocacy-Maßnahmen. Der von pbi entwickelte „Nepal Monitor“ wurde im Zuge der Projektschließung an eine lokale Organisation übergeben.

2011 und 2012 startete eine Arbeitsgruppe mit internationalen Beobachter:innen Erkundungsmissionen in Honduras. Anfang 2013 beschloss pbi, ein Projekt in dem mittelamerikanischen Land zu eröffnen.

Seit 2013 ist pbi in Kenia aktiv. 2015 wurde mit der konkreten Begleitung von Aktivist:innen begonnen. Eine Schutzbegleitung wie in den lateinamerikanischen pbi-Projekten gibt es derzeit nicht. Die Menschenrechtsverteidiger:innen werden eher bei der Entwicklung ihrer eigenen Organisationen und Netzwerke begleitet.

2014 entschied sich pbi dazu, die „klassische“ Begleitarbeit in Nepal zu beenden. Die von pbi entwickelte Onlineplattform „Nepal Monitor“ wurde an eine lokale Organisation übergeben, wird jedoch weiterhin von pbi unterstützt.

Seit 2020 unterstützt pbi Nicaraguaner:innen in Costa Rica, die aufgrund der eskalierten politischen Gewalt gezwungen waren, ihr Land zu verlassen, aber Verbindungen zu nicaraguanischen Menschenrechtsbewegungen unterhalten und hoffen, nach einer Verbesserung der Bedingungen zurückzukehren.

>> Erfahren Sie mehr über unsere (aktuellen) Projektländer

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