pbi begleitet Menschenrechts­verteidiger:innen, die aufgrund ihrer Arbeit bedroht werden. Die Themen, zu denen diese arbeiten, sind vielfältig. Sie setzen sich zum Beispiel für Geschlechtergerechtigkeit und sexuelle Vielfalt ein oder wehren sich gegen die Zerstörung von Umwelt und Lebensraum. Lernen Sie einige der von pbi begleiteten Menschenrechts­verteidiger:innen, ihre Organisationen und Arbeitsschwerpunkte kennen!
 

Die von pbi begleiteten Menschenrechts­verteidiger:innen und -organisationen nach Arbeitsschwerpunkten

Wirtschaft und Menschenrechte
Der Themen­komplex „Wirtschaft und Menschen­rechte“ nimmt zurzeit einen zentralen Platz in der auf inter­nationaler Ebene und auch in der Bundes­republik geführten Menschen­rechts­debatte ein. Denn längst ist erwiesen, dass die Durch­führung von Bergbau-, Infrastruktur-, Energie­gewinnungs- und anderer Wirtschaft­s­projekte in vielen Fällen zu Zer­störung von Umwelt und Lebens­raum sowie der Vertreibung der ansässigen Bevölkerung führt, womit grund­legende Menschen­rechte verletzt werden.
Frauenrechte
Menschenrechtsverteidigerinnen auf der ganzen Welt werden verfolgt und angegriffen aufgrund ihrer Arbeit zur Förderung des Friedens, der Gerechtigkeit und des sozialen Wandels. Zwar werden auch männliche Aktivisten aufgrund ihrer Arbeit bedroht und angegriffen, die Attacken gegen Frauen sind oftmals aber auch geschlechtsspezifisch, unter anderem durch den Einsatz und die Androhung von sexueller Gewalt, Beschimpfungen und Belästigungen.
Landrechte und Land Grabbing
pbi begleitet Menschenrechts­aktivist:innen, die im Zusammenhang mit der Forderung nach Legalisierung tradierter Landrechte, dem generellen Zugang zu Land und einem Ende von Landvertreibungen arbeiten. In Kolumbien etwa gibt es über fünf Millionen Binnenvertriebene.
Rechte von diskriminierten Gruppen
Die Gesellschaften in den pbi-Projektländern sind geprägt von Minderheiten, deren Rechte missachtet werden und die häufig wirtschaftlich und sozial am Rande der Gesellschaft stehen. Besonders betroffen sind indigene und afrokolumbianische Gemeinschaften, Migrant:innen und LGBTIQA+-Personen.
Straflosigkeit -  Zehntausende Menschen wurden in Mexiko in den letzten Jahren Opfer Gewaltsamen Verschwindenlassens
Die ungenügende strafrechtliche Verfolgung von Menschenrechts­verbrechen ist in allen pbi–Projektländern ein zentrales Thema. Menschenrechts­verteidiger:innen, die sich gegen Straflosigkeit einsetzen, werden aufgrund ihres Engagements bedroht. Zudem werden Menschenrechts­verteidiger:innen in den pbi-Projektländern oft Opfer von Kriminalisierung, d.h. von politisch motivierter Straf­verfolgung, mit dem Ziel, die Aktivitäten der Betroffenen zu erschweren bzw. zu verhindern.
Der Träger des Menschenrechtspreises 2011 von Amnesty International in Deutschland, der Menschenrechtsverteidiger Abel Barrera Hernández, wird seit 2003 von pbi begleitet
pbi’s Schutzbegleitung sowie die Bemühungen, die Situation von Menschenrechtsverteidiger:innen international bekannt zu machen und Unterstützung im Einzelfall zu mobilisieren, trug in der Staatengemeinschaft zu der wachsenden Erkenntnis bei, dass Menschenrechtsverteidiger:innen eines besonderen Schutzes bedürfen.