Die Rechte indigener Völker sind in Guatemala, Kolumbien, Honduras und Mexiko ein zentrales Thema. In all diesen Ländern leiden indigene Bevölkerungsgruppen unter Diskriminierung und Marginalisierung.
 

Exemplarisch werden im Folgenden einige von pbi begleitete Menschen­rechtsorganisationen zum Arbeitsschwerpunkt „Rechte von Indigenen“ vorgestellt:

Friedensgemeinde San José de Apartadó (Kolumbien)
Die Gemeinde weigert sich seit Jahren, Partei für eine der im bewaffneten Konflikt beteiligten Gruppen zu ergreifen – Paramilitärs, Guerillagruppen oder die Armee – und kämpft mit gewaltfreien Mitteln für ein Leben in Frieden. Seit 1999 wird die Gemeinde von pbi begleitet.
>> Video zum 18-jährigen Bestehen der Friedensgemeinde (pbi Kolumbien)

Menschenrechtszentrum „Tlachinollan“ (Mexiko)
Das Menschenrechtszentrum „Tlachinollan“ recherchiert Fälle von „Verschwindenlassen“ und Übergriffen durch das Militär. Mehrere Fälle von Vergewaltigung und Misshandlung durch Soldaten haben die Anwält_innen des Zentrums bereits vor den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte gebracht. International bekannt wurde der Fall von Valentina Rosenda: Valentina Rosenda wurde 2002 von mexikanischen Soldaten vergewaltigt. Bis heute kämpft sie für eine Verurteilung der Täter.

Honduranisches Zentrum zur Förderung der Gemeindeentwicklung (CEHPRODEC, Honduras)
CEHPRODEC wurde 1991 gegründet. Die Organisation unterstützt indigene Gemeinschaften und Kleinbäuer_innen bei der Verteidigung ihrer Landrechte u.a. in juristischen Fragen, mit dem Ziel, die Rechte der von Bergbau- und Wasserkraftprojekten betroffenen Bevölkerungsgruppen zu garantieren. Zur Zeit ist CEHPRODEC in 10 der 18 Departamentos in Honduras aktiv und koordiniert die Nationale Koalition der Umweltnetzwerke (CONROA). pbi begleitet CEHPRODEC seit Mai 2014.