pbi begleitet Menschenrechtsaktivist_innen, die im Zusammenhang mit der Forderung nach Legalisierung tradierter Landrechte, dem generellen Zugang zu Land und einem Ende von Landvertreibungen arbeiten. In Kolumbien etwa gibt es über 5 Millionen Binnenvertriebene. Unter anderem für den Anbau von Ölpalmen werden in Kolumbien ganze Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und die Einwohner_innen gewaltsam von ihrem Land vertrieben. Viele Gemeinschaften kämpfen seit Jahren für eine Rückkehr auf ihr Land.
 

Exemplarisch werden im Folgenden einige von pbi begleitete Menschenrechtsorganisationen zum Arbeitsschwerpunkt „Landrechte und Vertreibung“ vorgestellt:

Union der Bauernorganisationen von Verapaz (UVOC, Guatemala)
UVOC ist eine Union der Bauernorganisationen von Verapaz. Sie berät indigene Gemeinden, die von Vertreibung bedroht sind, in Fragen zum legalen Landerwerb. Tatsächlich bestehen internationale Konventionen wie die ILO-Konvention 169, die indigenen Gemeinden besondere Landrechte zuspricht und die von Guatemala ratifiziert wurde. Um ihre Rechte einzufordern, brauchen die indigenen Völker jedoch rechtlichen Beistand, wobei ihnen UVOC zur Seite steht.

Ökumenische Kommission für Gerechtigkeit und Frieden (CIJP, Kolumbien)
In keinem anderen Staat der Welt gibt es so viele Binnenvertriebene wie in Kolumbien. CIJP setzt sich für die Rechte der Afrokolumbianer_innen, Mestizen und Indigenen ein, die während des bewaffneten Konflikts von ihrem Land vertrieben wurden. CIJP berät sie in juristischen und pädagogischen Fragen, bietet ihnen psychologischen Beistand und unterstützt sie im Streben, wieder auf ihr Land zurückkehren zu können.

>> Portrait Abilio Peña Buendía, Vizepräsident von CIJP
>> Interview (von Amnesty International) mit Enrique Cabezas, Gemeindeführer einer Gemeinschaft, die in der Region Curbaradó darum kämpft, wieder auf ihr Land zurückkehren zu können

Honduranisches Zentrum zur Förderung der Gemeindeentwicklung (CEHPRODEC, Honduras)
CEHPRODEC wurde 1991 gegründet. Die Organisation unterstützt indigene Gemeinschaften und Kleinbäuer_innen bei der Verteidigung ihrer Landrechte u.a. in juristischen Fragen, mit dem Ziel, die Rechte der von Bergbau- und Wasserkraftprojekten betroffenen Bevölkerungsgruppen zu garantieren. Zur Zeit ist CEHPRODEC in 10 der 18 Departamentos in Honduras aktiv und koordiniert die Nationale Koalition der Umweltnetzwerke (CONROA). pbi begleitet CEHPRODEC seit Mai 2014.


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