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Auch diesen Sommer laden wir zu fünf Filmabenden ein, draußen auf der Wiese neben der KulturKapelle. Dieses Mal dreht sich alles um das Thema „Globale Gesundheit“. Ganz herzlich laden wir alle Interessierten auch zu den Kurzvorträgen vor den Filmen ein, um sich zu verschiedenen Themen zu informieren und Projekte kennenzulernen.

Bei Regen werden die Filme in der KulturKapelle gezeigt.

Globales Open-Air KinoGlobales Open-Air Kino 

Zeit: Mittwoch, den 10. bis Sonntag, den 14. August 2022, Kurzvortrag jeweils ab 20 Uhr; Film jeweils ab 21 Uhr
Ort: Lern­ort Kultur­kapelle, Georg-Wilhelm-Straße 162, 21107 Hamburg
Eintritt: 3 € ermäßigt, 5 € regulär, 7 € Soli-Preis
Veranstalter: pbi – Deutscher Zweig e.V., Bildung trifft Entwicklung / RBS Nord, Junges Engagement (BtE)
 

Programm

Mittwoch, den 10. August 2022 

20:00 Uhr Kurzvortrag: Feministische politische Heilungsprozesse

21:00 Uhr:  #FEMALEPLEASURE (2018) 

Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm. Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren archaisch-patriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbaren positiven Energie und aller Kraft setzen sich Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, hinweg über jedwede gesellschaftlichen sowie religiösen Normen und Schranken.
#FEMALEPLEASURE ist ein Film, der schildert, wie universell und alle kulturellen und religiösen Grenzen überschreitend die Mechanismen sind, die die Situation der Frau – egal in welcher Gesellschaftsform – bis heute bestimmen.

Donnerstag, den 11. August 2022

Wichtig: Der für 20 Uhr geplante Kurzvortrag „Soziale Determinanten von Gesundheit“ entfällt

21:00 Uhr: I’LL STAND BY YOU (2021)

„Manchmal werden Gedanken zu Taten – ein anderes Mal bleiben es einfach Gedanken“, weiß Polizistin Gintarė. Zusammen mit der Psychologin Valija bildet sie eine Task-Force in Sachen Suizid-Prävention in Kupiškis, einem 8.000-Seelen-Städtchen in Litauen. Laut WHO-Statistik ist die Selbstmordrate in Europa nirgendwo höher als hier. Die Initiative bekommt keine Unterstützung von der Politik, den Protagonistinnen werden Steine in den Weg gelegt. Doch davon lassen sich die engagierten Frauen nicht beirren, das Einsatzkommando findet den Weg über noch so holprige Straßen – mit einer guten Portion Optimismus und manchmal sogar Humor.

Freitag, den 12. August 2022

20:00 Uhr Kurzvortrag: Selbstfürsorge im Aktivismus

21:00: RADICAL RESILIENCE (2020)

Radical Resilience ist ein Filmprojekt für alle die sich in sozialen oder Umweltbewegungen engagieren.
Das Muster scheint in vielen Bewegungen/Kämpfen das selbe zu sein: Menschen sind von Situationen überfordert und/oder muten sich über längere Zeiträume zu viel zu. Die Folgen sind Traumata oder Burnout, und in Folge dessen oftmals ein Rückzug vom politischen Aktivismus. Der menschliche Verlust, aber auch der Verlust an Wissen und Erfahrung, schwächt die Bewegungen. Wieso verlassen so viele Menschen unsere Bewegungen? Welche persönlichen Faktoren tragen dazu bei, und was ist unseren Gruppendynamiken geschuldet? Wie wiederholen wir Mechanismen der Gesellschaft die wir verändern wollen in unseren politischen Gruppen? Was kann uns helfen widerstandsfähiger zu werden? Wie können wir diversere Bewegungen aufbauen und tiefergehenden Wandel bewirken?

Mehr zum Film >>https://radicalresilience.noblogs.org/de/

Samstag, den 13. August 2022

20:00 Uhr Kurzvortrag: Racial Profiling und seine Folgen

21:00 Uhr: NO VISIBLE TRAUMA (2020)

Misshandelt, verleugnet, polizeilicher Willkür ausgesetzt, schlimmstenfalls erschossen. In der westkanadischen Stadt Calgary wurden in den letzten Jahren mehr Menschen durch Polizeigewalt getötet als in Chicago oder New York. Anhand dreier Biografien zeigen die Filmemacher eine Dimension von Machtmissbrauch, die schwer zu fassen ist. Vor dem Hintergrund der Black-Lives-Matter-Bewegung des letzten Sommers ein wichtiges Zeugnis für tiefsitzende strukturelle Missstände.

Sonntag, den 14. August 2022

20:00 Uhr Kurzvortag: Nachhaltige Wege in eine gesunde Ernährung

21:00 Uhr: FOOD CHALLENGE (2018)

Der dreiteilige Dokumentarfilm (3 x 26 Minuten) beschreibt, analysiert und problematisiert die Geschäftspraktiken der großen Internationalen Chemiekonzerne in Kenia. So verkaufen Bayer, BASF und Syngenta in Kenia weiterhin Agrarpestizide, die wegen nachgewiesener Schädlichkeit für Menschen und Umwelt in Europa teils seit vielen Jahren verboten sind. Aber in Entwicklungsländern wie in Kenia, wo teilweise noch weniger strenge Gesetze gelten, werden die Chemikalien unverändert auf Landwirtschaftsmessen beworben und in Agrarshops verkauft. Die Chemie- und Saatgut-Industrie versucht, im Zeichen der Welternährung auf diese Märkte zu drängen. Doch Wissenschaftler, Bauern und Aktivisten alternativer Landwirtschaftsmethoden sind sich, wie hier in Ostafrika, einig, dass es nicht mehr Chemie und Hybridsaatgut braucht, um die Welt zu ernähren, sondern dass es höchste Zeit für ein generelles Umdenken ist. 

In Kooperation mit Über den Tellerrand Hamburg e.V.

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