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Sechs Jahre nach dem Staatsstreich in Honduras zählen die Gewaltraten in dem zentralamerikanischen Land noch immer zu den höchsten weltweit. Die politische Opposition, Menschenrechtsverteidiger_innen, Umweltaktivist_innen und kritische Journalist_innen sind Bedrohungen, Verfolgungen und gezielten Morden ausgesetzt. Besonders betroffen hiervon ist die Lesbian-Gay-Bi-Trans-Inter*-Community (LGBTI). Über 200 gewaltsame Tötungen wurden seit 2009 in dem Land mit nur etwa 10 Mio. Einwohner_innen registriert, der Großteil der Hassverbrechen bleibt straflos. Diskriminierung, Bedrohungen, Polizeiübergriffe, Überfälle, Folter und Ermordungen sind an der Tagesordnung.

Frenessys Sahory Reyes gehört zu den bekanntesten Trans*Aktivist_innen in Honduras. Sie arbeitet seit 2007 mit der Asociación LGBTI Arcoiris zusammen und ist Mitbegründerin der Frauen-Gruppe Muñecas de Arcoiris. Allein seit Ende Juni 2015 wurden sechs Mitglieder von Arcoiris ermordet, darunter vier Trans*frauen. Mehrere Aktivist_innen der Organisation mussten ins Exil fliehen. Frenessys ist im Mai in Deutschland und berichtet in Berlin, Hamburg und München über die aktuelle Menschenrechtslage in Honduras und die Kämpfe der LGTBI- Community in Zeiten verschärfter politischer Repression und allgegenwärtiger Hassverbrechen.

Danach ist Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich weiter auszutauschen.
 

Veranstaltungstermine:

München:

Zeit: Freitag, 6. Mai 2016 17:00 – 19:00 Uhr
Ort: Hansacafé im Feierwerk, Hansastr. 39-41
Sprache: Spanisch mit Übersetzer_in

Zeit: Samstag, 21. Mai 2016, 19:00 Uhr
Ort: ligsalz8, Ligsalzstr. 8
 

Berlin:

Zeit: Mittwoch, 11. Mai 2016, 18.30 — 20.30 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8
Sprache: Simultanübersetzung aus dem Spanischen

Zeit: Donnerstag, 12. Mai 2016, 19:30 Uhr
Ort: Transinterqueer e.V. — Triq, Berlin. Glogauer Str. 19
Sprache: Spanisch und Deutsch mit Konsekutivübersetzung
 

Hamburg:

Zeit: Dienstag, 17. Mai 2016, 20:00 Uhr
Ort: Centro Sociale, Sternstr. 2
Sprache: Deutsch, Spanisch mit Übersetzung
Eintritt frei, Spende erbeten


Am Mittwoch, den 18. Mai 2016 um 15:00 Uhr, wird in Hamburg zudem ein Vernetzungstreffen stattfinden. Der Veranstaltungsort wird in Kürze bekanntgegeben.

Bei dem Treffen soll es um einen Erfahrungsaustausch zur Organisierung von LGTBI-Bevölkerung in verschiedenen Kontexten gehen und gemeinsam über Strategien der Durchsetzung der Menschen-und Bürger_innenrechte für alle und gegen Trans-und Homophobie diskutiert werden. Was gibt es für Erfahrungen? Welche Verbesserungen konnten erstritten werden? Mit wem sind Allianzen eingegangen worden? Wie können wir uns vernetzen?

Über diese Frage möchten wir mit allen Gruppen, Verbänden, Organisationen und Betroffene diskutieren, die Interesse an und Erfahrung mit dem Kampf für die Durchsetzung von LGTBI-Rechte haben.

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch!
 

Organisator_innen der Vortragsreihe: Ökubüro München, Cafe Libertad, peace brigades internationale (pbi), mujeres sin fronteras, Amnesty International Mexiko- und Zentralamerika-Koordinationsgruppe (CASA), Bundeskoordination Internationalismus (BUKO)

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie hier.