Wirtschaft und Menschenrechte

Der Themen­komplex „Wirtschaft und Menschen­rechte“ nimmt zurzeit einen zentralen Platz in der auf inter­nationaler Ebene und auch in der Bundes­republik geführten Menschen­rechts­debatte ein. Denn längst ist erwiesen, dass die Durch­führung von Bergbau-, Infrastruktur-, Energie­gewinnungs- und anderer Wirtschaft­s­projekte in vielen Fällen zu Zer­störung von Umwelt und Lebens­raum sowie der Vertreibung der ansässigen Bevölkerung führt, womit grund­legende Menschen­rechte verletzt werden.

Themenberichte & Studien

Dossier „Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger:innen in Zentralamerika“

Mitgliedsorganisationen des Runden Tisch Zentralamerika (Hrsg.): Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger:innen in Zentralamerika; Februar 2021.

Guatemala: Minengegner erwirken Baustopp

23.07.2015 La Puya, eine friedliche Widerstandsgruppe gegen Bergbau in Guatemala, erreichte die Einstellung aller Bauaktivitäten einer geplanten Goldmine in ihrer Nachbarschaft. Ein Gericht entschied, dass die Bergbaufirma EXMINGUA die Baumaßnahmen erst wieder aufnehmen dürfe, nachdem eine ordnungsgemäße Gemeindekonsultation abgehalten worden sei.

Guatemala: Minengegner freigesprochen

01.03.2015 Vier Wortführer einer friedlichen Protestbewegung gegen eine geplante Goldmine in Guatemala wurden von allen Vorwürfen der Entführung und Bedrohung freigesprochen. Ihre AnwältInnen bezeichneten das Vorgehen der Staatsanwaltschaft als Kriminalisierung von MenschenrechtsverteidigerInnen.

Honduras: Menschenrechtsaktivist Juan Francisco Martínez ermordet

11.02.2015 pbi Honduras drückt sein tiefstes Bedauern über die Ermordung von Juan Francisco Martínez in Santa Elena, La Paz, aus. Martínez war Mitglied der unabhängigen indigenen Bewegung Milpah (Unabhängige Lenca-Bewegung für Frieden in La Paz) und hat zu Themen wie Wasserrechte, Zugang zu Land und Territorium für die Lenca-Gemeinde gearbeitet. Er wurde am 5. Januar 2015 mit Folterspuren ermordet aufgefunden.

Mexiko, Chihuahua: Gedenken an den noch immer ungeklärten Mord von Ismael Solorio und Manuelita Solís vor zwei Jahren

05.12.2014 Am 22. Oktober 2014 jährte sich der Mord an den MenschenrechtsverteidigerInnen Ismael Solorio und Manuelita Solís zum zweiten Mal. Die beiden Mitglieder der Organisation El Barzón Chihuahua widersetzten sich unter anderem in der Region Ejido Benito Juárez im Staat Chihuahua der illegalen Nutzung und Bohrung von Wasserbrunnen durch kommerzielle Plantagen und kämpften gegen die Ansiedlung der Minenfirma El Cascabel, einer Filiale der kanadischen Firma Mag Silver.

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