Für Berufsschüler:innen haben wir spezifische Workshops, Plan- und Rollenspiele rund um das Thema Menschenrechte im Zusammenhang mit Wirtschaftsinteressen und Unternehmenspraktiken im Programm.
Schauen Sie nachfolgend, welches unserer Angebote für Sie interessant sein könnte und treten Sie dann gerne mit in Kontakt. Wir arbeiten zielgruppenorientiert und berücksichtigen Ihre Interessen und Bedürfnisse bei der Anpassung der bereits bestehenden Konzepte bzw. der Entwicklung neuer Formate in Absprache mit Ihnen.
Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
David Mauer - Koordination PBI-Bildungsprojekt
E-Mail: david.mauer@pbi-deutschland.de
Telefon: 040 / 38 90 437-20
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Unsere Planspiele für Berufsschüler:innen
Der Fall Raúl Hernández – Ein Live-Rollenspiel im offenen Gerichtssaal
Wie läuft ein Gerichtsverfahren ab? Und wovon hängt es ab, ob ein Gerichtsverfahren wirklich gerecht ist? Der Workshop zeichnet zunächst den Weg vom Ermittlungsverfahren bis zum Gerichtsprozess nach und erläutert, welche Parteien vor Gericht beteiligt sind. Das anschließende Rollenspiel basiert auf dem realen Gerichtsprozess gegen den Menschenrechtsverteidiger Raúl Hernández. Dadurch lernen die Teilnehmenden die Konfliktthemen zwischen multinationalen Unternehmen und der indigenen Bevölkerung kennen. Auch die Problematiken, dass Gerichtsverhandlungen beeinflusst werden können und die Gefahr einer Illegalisierung von Menschenrechtsverteidiger:innen werden beleuchtet, aber auch Unterstützungsmöglichkeiten durch Menschenrechtsorganisationen aufgezeigt. Im Anschluss wird das Rollenspiel mit Blick auf den realen Ausgang des Verfahrens reflektiert.
Format: Rollenspiel
Dauer: mindestens 300min
Ort: In Präsenz an dem Ort Ihrer Wahl
Sprachen: Deutsch
Gruppengröße: ab 11
Schlagwörter: Gerichtsverfahren, Gerichtsprozess / Rollenspiel / Illegalisierung / Kriminalisierung / Menschenrechte
SDG’s: 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
Lernziele:
► Die Berufschüler:innen lernen den Ablauf eines Gerichtsverfahrens kennen
► Die Berufschüler:innen werden sensibilisiert für Beeinflussung eines Gerichtsprozesses
► Die Berufschüler:innen lernen, was Illegalisierung und Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger:innen bedeuten
Ein Planspiel zum globalen Ressourcenabbau und deren Folgen, Wirtschaftsinteressen und Menschenrechten
Internationale Unternehmen beuten in Lateinamerika mit der Unterstützung korrupter Regierungen das angestammte Land indigener Gemeinschaften aus. Im Mai 2014 beobachtete das Team von Peace Brigades International in Guatemala die Eskalation des Konflikts in La Puya zwischen den ansässigen Bauern und den Sicherheitskräften einer transnationalen Minengesellschaft. Auf diesem Szenario aufbauend entwickelte das PBI-Bildungsprojekt ein Planspiel für Berufschüler:innen.
In dem Planspiel können Berufschüler:innen beispielhaft die Ursachen für in diesem Kontext entstehende Konflikte kennenlernen. Sie schlüpfen dabei in die Rollen der verschiedenen Beteiligten und lernen dadurch deren Eigeninteressen und Hintergründe kennen. Sie erfahren, wie lokale Menschenrechtsverteidiger:innen sich mit Unterstützung internationaler Organisationen gegen die Interessen transnationaler Unternehmen gewaltfrei zur Wehr setzen und welchen Risiken und Gefahren sie sich dabei aussetzen.
Format: Planspiel
Dauer: mind. 360min bis 1-2 Projekttage
Ort: In Präsenz an dem Ort Ihrer Wahl
Sprachen: Deutsch / Englisch
Gruppengröße: 5-25
Schlagwörter: Ressourcenausbeutung weltweit / Landrechte indigener Gemeinschaften / Klima- und Umweltschutz / gewaltfreie Protestformen
SDG’s: 6 – Sauberes Wasser und Sanitärversorgung / 7 – Bezahlbare und saubere Energie / 10 – Weniger Ungleichheiten / 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden / 12 – Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster / 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz / 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
Lernziele:
► Die Berufschüler:innen lernen globale Zusammenhänge von Ressourcenausbeutung und Menschenrechtsverletzungen kennen
► Die Berufschüler:innen lernen, einen Perspektivwechsel vorzunehmen
► Die Berufschüler:innen lernen positive Beispiele von Aktivismus kennen
Ein Planspiel zum neuen Menschenrecht auf Wasser, Wirtschaftsinteressen und Mechanismen internationaler Politik
Die existenzbedrohenden Wasserkonflikte in der Region MATOPIBA, Brasilien, sind die Grundlage für das neue Planspiel von FIAN und pbi Deutschland. Schwerpunkt ist das Menschenrecht auf Wasser. Die Berufschüler:innen schlüpfen in die verschiedenen Rollen und erleben somit hautnah die komplexen Interessenslagen und die globalen Zusammenhänge des Themas.
Ziel ist es, den Berufschüler:innen Grundsätze der Menschenrechte anschaulich näherzubringen und ihre Kenntnisse über die globale Wassersituation zu erweitern. Die Suche nach gemeinsamen Lösungsansätzen soll – zumindest in der Fiktion– verhindern, dass sich MATOPIBA in eine Sojawüste verwandelt.
Format: Planspiel
Dauer: mind. 240min
Ort: In Präsenz an dem Ort Ihrer Wahl
Sprachen: Deutsch
Gruppengröße: 15-25
Schlagwörter: Menschenrecht auf Wasser / Ressourcenausbeutung / Globale Gerechtigkeit / Theaterpädagogik / Rollenspiel / Matopiba / ILO 169
SDG’s: 6 – Sauberes Wasser und Sanitärversorgung / 7 – Bezahlbare und saubere Energie / 10 – Weniger Ungleichheiten / 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden / 12 – Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster / 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz / 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
Lernziele:
► Die Berufschüler:innen lernen globale Zusammenhänge von Ressourcenausbeutung und Menschenrechtsverletzungen kennen
► Die Berufschüler:innen erlernen Wissen über Wasser als Menschenrecht
► Die Berufschüler:innen lernen positive Beispiele von Aktivismus kennen
Täglich wird von Krisen, Kriegen und Konflikten in der Welt berichtet. Häufig wird der Ruf nach der internationalen Gemeinschaft laut, die in diesen Konflikten mittels eines Militärschlags den „Frieden sichern“ soll. Militäreinsätze sind hierzulande weiterhin die bekannteste Form der Krisenintervention. Weitaus weniger bekannt sind hingegen zivile Mittel, die genutzt werden können, um sich gegen globale Konflikteskalationen zu engagieren. In diesem ganztägigen Lernspiel (Projekttag) lernen die Berufschüler:innen die unterschiedlichen Handlungsoptionen der Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Deutschland für die (De)Eskalation in internationalen Konflikten kennen und reflektieren anschließend auch ihre eigenen Handlungsoptionen.
Format: Planspiel
Dauer: 360min
Ort: In Präsenz an dem Ort Ihrer Wahl
Sprachen: Deutsch / Englisch
Gruppengröße: 15-30
Schlagwörter: Spannungsfelder zwischen Wirtschaft, Regierung und Zivilgesellschaft / Macht und Einfluss / Internationale Konflikte
SDG’s: 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen / Alle weiteren SDG’s werden angerissen
Lernziele:
► Die Berufschüler:innen lernen, einen Perspektivwechsel vorzunehmen
► Die Berufschüler:innen werden für friedliche Konfliktlösungen sensibilisiert
► Die Berufschüler:innen erfahren die Potenziale von zivilgesellschaftlichen Engagement bei internationalen Konflikten
Ölpalmenanbau im Globalen Süden, zwischen Umweltzerstörung, Landraub und globalen Wirtschaftsinteressen
Was macht den Schokoaufstrich so cremig? Warum ist Palmöl für die Industrie so wichtig? Was hat Palmöl mit Landraub und Vertreibungen im Globalen Süden zu tun? Dieser Workshop vermittelt Hintergrundwissen zum Thema Palmöl und macht durch Rollenspiele das Einfühlen in die Konfliktsituation vor Ort und die involvierten Akteur:innen möglich. Palmöl ist bei der Industrie sehr beliebt und wenn wir genau schauen, finden wir es überall – in unseren Lebensmitteln, im Biosprit und sogar in Putzmitteln. Doch der Bevölkerung in den exportierenden Ländern wird für den Ölpalmanbau das Land geraubt und die Lebensgrundlage genommen. Der Workshop bringt den Teilnehmenden Hintergrundwissen zum Palmöl näher, erklärt die Problematik des Landgrabbings und führt in die Verordnungen und Handelsabkommen zwischen Kolumbien, der EU und Deutschland ein.
Im Rollenspiel empfinden die Teilnehmenden die Sichtweisen und Handlungen der beteiligten Akteur:innen nach und entwickeln so auch emotionales Verständnis und Empathie für den Konflikt.
Je nach Umfang des Workshops ist es möglich, gemeinsam einen Film mit konkretem Fallbeispiel zu schauen und das Thema Menschenrechte vertieft zu behandeln.
Format: Planspiel
Dauer: ab 210min bis 1-2 Projekttage
Ort: In Präsenz an dem Ort Ihrer Wahl
Sprachen: Deutsch
Gruppengröße: 20-30
Schlagwörter: Palmöl, Ölpalmanbau, grünes Gold / Landraub, Landgrabbing, Landvertreibung/ Freihandelsabkommen / Palmölimport, Palmölexport, Palmölverwertung, Palmölprodukte; Palmölproduktion
SDG’s: 1 – keine Armut / 2 – kein Hunger / 3 – Gesundheit und Wohlergehen / 7 – Bezahlbare und saubere Energie / 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur / 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion / 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz
Lernziele:
► Die Berufschüler:innen verstehen Zusammenhänge zwischen Ölpalmanbau und Landgrabbing
► Die Berufschüler:innen gewinnen Wissen rund um das Thema Palmöl und dessen Verarbeitung
► Die Berufschüler:innen lernen Wirtschaftsmechanismen und die Funktionsweisen des Welthandels kennen
Unsere Workshops für Berufsschüler:innen
Globale Ungerechtigkeit in der Klimakrise verstehen, Verantwortung für mehr Klimagerechtigkeit übernehmen
Die Klimakrise betrifft uns alle, doch die Auswirkungen treffen Menschen in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedlich – und oft ungerecht. In diesem Workshop untersuchen wir, wie die globale Ungleichverteilung von Ressourcen und Verantwortung zu globaler Klima-Ungerechtigkeit führt. Welche Länder und Gemeinschaften tragen die geringsten Emissionen bei, aber zahlen den höchsten Preis für die Folgen der Erderwärmung? Wir setzen uns mit der Frage auseinander, wie wir als globale Gesellschaft Verantwortung übernehmen können, um faire Lösungen zu entwickeln. Der Workshop regt zu einem tiefer gehenden Dialog über unser individuelles und kollektives Handeln an.
Format: Workshop
Dauer: mind. 180min bis 1 Projekttag
Ort: In Präsenz an dem Ort Ihrer Wahl
Sprache: Deutsch
Gruppengröße: 10-25 Personen
Schlagwörter: Klimagerechtigkeit, Globale Verantwortung, Ungleichheit
SDG’s: 10 – Weniger Ungleichheiten / 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz / 17 – Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Lernziele:
► Die Berufschüler:innen sollen begreifen, wie die Auswirkungen der Klimakrise weltweit unterschiedlich verteilt sind und welche Länder am meisten von den Folgen betroffen sind, obwohl sie am wenigsten zur Emission von Treibhausgasen beitragen.
► Die Berufschüler:innen sollen verstehen, wie wichtig es ist, dass alle Länder und Individuen eine gemeinsame Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen und welche Maßnahmen auf politischer Ebene notwendig sind, um Klimagerechtigkeit zu fördern.
► Die Berufschüler:innen sollen dazu angeregt werden, über ihr eigenes Verhalten und Engagement nachzudenken und Möglichkeiten zu erkennen, wie sie zur Förderung von Klima-Gerechtigkeit und einer gerechten Welt beitragen können.
Was tun, wenn das Klima zur Flucht zwingt?
Die Klimakrise zwingt immer mehr Menschen, ihre Heimat zu verlassen, da Naturkatastrophen, extreme Wetterereignisse und der Verlust von Lebensgrundlagen ihre Existenz gefährden. Doch der Weg der Klimaflüchtlinge ist oft lang und gefährlich – viele müssen dabei auch die Außengrenzen der EU überwinden. In diesem Workshop werfen wir einen Blick auf die Fluchtwege von Menschen, die durch die Klimakrise gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen, und beleuchten die Herausforderungen, die sie an den EU-Außengrenzen erwarten. Wir diskutieren, welche politischen, rechtlichen und humanitären Hürden bestehen und wie das Ankommen in Deutschland für Klimaflüchtlinge gestaltet werden kann. Der Workshop regt dazu an, Verantwortung für die Gestaltung von Flucht- und Migrationspolitik im Kontext der Klimakrise zu übernehmen.
Format: Workshop
Dauer: mind. 180min bis 1 Projekttag
Ort: In Präsenz an dem Ort Ihrer Wahl
Sprache: Deutsch
Gruppengröße: 10-25 Personen
Schlagwörter: Klima-Flucht, Migration, Grenzen
SDG’s: 10 – Weniger Ungleichheiten / 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz / 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
Lernziele:
► Die Berufschüler:innen sollen die Auswirkungen der Klimakrise auf verschiedene Regionen der Welt verstehen und begreifen, warum Menschen aufgrund von Naturkatastrophen, Dürre oder anderen klimabedingten Faktoren zur Flucht gezwungen sind.
► Die Berufschüler:innen sollen die Fluchtwege von Klimaflüchtlingen nachvollziehen können, insbesondere die Gefahren und rechtlichen Hürden, die an den EU-Außengrenzen und beim Ankommen in Deutschland bestehen.
► Die Berufschüler:innen sollen ein Bewusstsein für die politischen und rechtlichen Herausforderungen im Umgang mit Klimaflüchtlingen entwickeln und reflektieren, wie sie als Gesellschaft Verantwortung übernehmen können.
