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Am Vorabend der 27. UN-Klimakonferenz (COP27) hat der kolumbianische Präsident Gustavo Petro das Escazú-Abkommen unterzeichnet und setzte damit ein Zeichen zum Schutz von Umweltverteidiger:innen. Laut einem Artikel in dem kolumbianischen Wochenmagazin Semana verspricht sich Petro davon die Etablierung eines Schutzmechanismus, welcher den Ursachen der Klimakrise entgegenwirken kann. Solche Ursachen sieht er konkret in der intensiven Nutzung von Öl, Kohle, Kohlenwasserstoff und ganz besonders Methangas.

Abkommen von EscazúNeben diesen Gefah­ren zeigen neue Stu­dien ein erschrecken­des Bild: In den letzten zehn Jahren wurden 1733 Land- und Umwelt­verteidiger:innen ermordet; drei Viertel aller 2021 begangenen Morde fanden in Latein­amerika statt; und obwohl die indigene Bevöl­kerung nur 5% der welt­weiten Bevöl­kerung ausmacht, betreffen 40% aller Fälle Indi­gene. 

Auf­grund dieser Miss­stände unter­zeichnete pbi 2018 einen offenen Brief, welcher die Staats­oberhaupte der latein­amerikanischen und karibischen Staaten dazu aufforderte, das Escazú-Abkommen zu unterzeichnen. Artikel 9 dieses Abkommens nimmt die Staaten in die Pflicht, ein sicheres Umfeld für umwelt­verteidigende Individuen, Gruppen und Organisationen zu garantieren, damit Drohungen oder Angriffe deren Aktionen zugunsten der Umwelt nicht einschränken. Weiter hält Art. 9 fest, dass allfällige Übergriffe, Drohungen oder Einschüchterungen gegenüber den Umweltschützer:innen juristisch verfolgt und angemessen bestraft werden müssen. 

Text: pbi Schweiz

Mehr Informationen
>> Das Abkommen von Escazú
>> Artikel des kolumbianischen Wochenmagazins Semana (05.11.2022)
>> Webinar anlässlich des COP27 mit von pbi begleiteten Umweltverteidiger:innen

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