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Partnerorganisation von pbi Indonesien, hat kürzlich das Buch „Infrastructure Idols: Portraits and Paradigms of Development under Special Autonomy in Papua“ veröffentlicht. Es handelt sich um eine Sammlung von Essays, welche die negativen Auswirkungen großer Infrastrukturprojekte auf die Menschenrechte in den halbautonomen indonesischen Provinzen Papua und Westpapua untersuchen. 

Buch_Infrastructure Idols Portraits and Paradigms of Development under Special Autonomy in PapuaIn den Essays erfährt man, wie lokale Gemeinden mit den negativen Auswirkungen großer Infrastrukturprojekte, wie den Bau von Flughäfen, Straßen und Telekommunikation-Infrastruktur auf ihrem Land umgehen. Die Autor_innen halten fest, dass die Entscheidungen bezüglich solcher Großprojekte meistens in Konferenzräumen weit entfernter Büros getroffen werden und deren Ziele für die direkt Betroffenen oft intransparent bleiben.

Die Essays stammen aus der Feder von sechs Menschenrechtsverteidiger_innen aus Papua, die allesamt Absolvent_innen der gemeinsamen Initiative von pbi Indonesien und ELSAM, dem „Grundkurs für Menschenrechtsverteidiger_innen“, sind. Ihre Arbeit stützt sich auf der im Kurs entwickelten Fähigkeiten, wie Menschenrechtsbeobachtung, Recherche und Dokumentation.

Einer der geplanten Mitwirkenden, Assa Asso, bekannt als Stracky Yally, konnte seine Recherchen leider nicht abschließen, nachdem er im September 2019 im Zusammenhang mit seiner Dokumentation einer Anti-Rassismus-Demonstration festgenommen wurde. Der Vorwurf: Anstiftung zum Verbrechen und Hochverrat. Strackys Fall verdeutlicht das hohe Risiko, dem Menschenrechtsverteidiger_innen in Papua aufgrund ihrer Arbeit ausgesetzt sind.

Text: pbi Schweiz

Mehr Informationen
>> PDF-Version des Buches (Englisch und Indonesisch)
>> Kurzfilm „Papuan lives matter“ zu Assa Assos Fall in Papua, Indonesien