Informationsblätter und Special Reports

Das pbi-Guatemalaprojekt bringt jeden Monat ein spanischsprachiges Informationsblatt heraus, das sogenannte PIM (Paquete de información mensual). Darin werden Neuigkeiten und Veränderungen bei den Begleitungen mitgeteilt. Daneben soll eine Auswahl an Zeitungsartikeln einen Einblick in die momentane politische Lage Guatemalas vermitteln.

Außerdem veröffentlicht das Projekt Special Reports und Berichte. Diese können Sie in englischer und spanischer Ausgabe auf der Webseite von pbi Guatemala herunterladen.
 

Memoria de foro publico

pbi Guatemalaprojekt (Hrsg.): 20 años de los Acuerdos de Paz. La situación de las personas defensoras de los derechos humanos. Memoria del Foro Público. Guatemala, 2017.

Memoria del foro publicoInhalt: Der pbi-Bericht „20 Jahre nach den Friedens­verträgen in Guatemala“ beleuchtet die Rolle der Zivilgesellschaft und der Menschenrechtsverteidiger_innen bei den Friedens­verträgen. Er analysiert zudem die legislativen und politischen Maßnahmen zur Schaffung von Räumen für die Ausübung der zivilen und politischen Rechte. Die Publikation kam in Anschluss an das pbi-Forum zu den 20 Jahren Friedensverträge am 5. Oktober 2016 zustande und fasst die Erfahrungen von Menschenrechtsverteidiger_innen zusammen, die sich aktiv am Friedensprozess – vor und nach den Verträgen – eingesetzt haben. >> Memoria del Foro Publico (Spanisch)
 

Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger_innen in Guatemala

peace brigades international — Deutscher Zweig e.V. (Hrsg.); Jacqueline Bartsch und Johannes Stiebitz: Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger_innen in Guatemala, Januar 2014.

Inhalt: Im aktuellen Dossier werden die Beobachtungen systematisiert, die peace brigades international im Laufe des Jahres 2013 über die Kriminalisierung sozialer Proteste in Guatemala gemacht hat. Dabei liegt der Fokus auf den von pbi begleiteten Gruppen und Organisationen.

Unter Kriminalisierung versteht peace brigades international eine politisch motivierte Strafverfolgung von Einzelpersonen, mit dem Ziel, die Aktivitäten der Betroffenen zu erschweren bzw. zu verhindern. Die Folgen für die Betroffenen sind weitreichend und teilweise dramatisch. Neben psychischen Folgen wie Angst und Gefühlen der Isolation berichten sie auch von negativen Auswirkungen der Beschuldigungen auf ihr Ansehen in der Nachbarschaft.

>> Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger_innen in Guatemala
 

Wirtschaftliche Investitionen und Menschenrechte – Lernen vom Konflikt in San Juan Sacatepéquez

Wirtschaft und Menschenrechte - Lernen vom Konflikt in San Juan Sacatepéquez

pbi Guatemalaprojekt (Hrsg.): Inversiones económicas y derechos humanos: aprendizajes de un conflicto. El caso de las comunidades maya kaqchikeles de San Juan Sacatepéquez. Guatemala, Noviembre de 2012.

Inhalt: Ohne die mehrheitlich indigene und ländliche lokale Bevölkerung vorher zu befragen, hat das Unternehmen CEMPRO im 2006 in der Gemeinde SJS ein Zementprojekt, bestehend aus einer Zementfabrik, eines Steinbruchs und einer Straße, angesiedelt. Von Anfang an haben sich die lokalen Gemeinschaften gegen das Projekt auf ihrem Land gewehrt und seit 7 Jahren fordern sie in einem Klima von Bedrohungen und Gewalt die Einhaltung ihrer Rechte. Seit 2009 begleitet pbi verschiedene Vertreter_innen der Gemeinschaften von SJS, führt regelmäßig Gespräche mit nationalen Behörden und internationalen Akteuren und veröffentlicht Berichte über den Konflikt und die kritische Sicherheitssituation der Menschenrechtsverteidiger_innen in SJS.

Der Bericht zeigt auf, dass die Präsenz von CEMPRO u.a. negative Auswirkungen auf die Umwelt, die Gesundheit und die Wirtschaft der lokalen Bevölkerung hat. Es bestehen zahlreiche Klagen wegen Menschenrechtsverletzungen und Gegner des Projekts werden juristisch verfolgt und diskriminiert, wenn sie Zugang zum Justizsystem suchen. Viele Übergriffe bleiben zudem unbestraft und die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt.

In den Schlussfolgerungen unterstreicht pbi die Forderungen und Sorgen der Bewohner_innen von SJS gegenüber den guatemaltekischen Behörden. Diese haben sich mit der Unterzeichung von internationalen Konvetionen und Mechanismen dazu verpflichtet die Rechte der indigenen Bevölkerung einzuhalten.

>> Inversiones económicas y derechos humanos: aprendizajes de un conflicto (Spanisch)
 

Guatemalas indigene Frauen im Widerstand

Guatemalas indigene Frauen im Widerstand

pbi Guatemalaprojekt (Hrsg.):Mujeres indígenas guatemaltecas en resistencia. Sonderpublikation zu Frauen im Widerstand. Guatemala, 2010.

Inhalt: pbi begleitet Organisationen, die sich für die Verteidigung der natürlichen Ressourcen Guatemalas einsetzen. Deren Arbeit ist auf die Erhaltung der Umwelt, die Einhaltung der kollektiven Rechte der indigenen Völker und die Gesundheit der Bevölkerung fokussiert. Aufgrund dieser Arbeit sind sie das Ziel von Bedrohungen und Angriffen.

pbi widmet sich in dieser Publikation dem Thema der Verteidigung der natürlichen Ressourcen und speziell den Erfahrungen, den Visionen und dem Wissen der indigenen Frauen. Die Publikation reflektiert außerdem die Komplexität und Tiefe der sozialen Auswirkungen, die das Erkunden und der Abbau der natürlichen Ressourcen in Guatemala bedeuten. Besonders für die indigenen Völker bedeutet dies Vertreibung, Bedrohung, Armut und Angst. Die Publikationen stellt die Rolle der Frauen als Protagonistinnen des sozialen Widerstands in den Vordergrund.

>> Mujeres indígenas guatemaltecas en resistencia (Spanisch)
>> Guatemala’s Indigenous Women in Resistance (Englisch)
 

Metallabbau und Menschenrechte

Metallabbau und Menschenrechte

pbi Guatemalaprojekt (Hrsg.): Minería de metales y derechos humanos en Guatemala. Sonderpublikation zur Mine Marlin in der Region San Marcos. Guatemala, 2006.

Inhalt: Seit Ende 2003 bis heute – 2011 – ist das Thema des Metallabbaus in Guatemala ein Dauerthema in der nationalen Politik. Gleichzeitig stiegen die Anfeindungen und Bedrohungen gegen Umweltaktivist_innen und Persönlichkeiten des sozialen Protests, die sich der Thematik des Metallabbaus kritisch widmen. pbi begleitet verschiedene dieser Persönlichkeiten und Organisationen.

Das Guatemala-Team von pbi hat begonnen, Informationen zum Thema Metallabbau zu sammeln und sich intensiv mit den verschiedenen Aspekten auseinander zu setzen. Daraus ist diese Publikation entstanden. Als Beispiel wurde die Mine Marlin gewählt, die das Thema veranschaulichen soll. Sie steht im Mittelpunkt der nationalen Debatte, seit Glamis Gold Ldt. in Guatemala eingetroffen ist.

>> Metal Mining and Human Rights in Guatemala. The Marlin Mine in San Marcos (Englisch)
>> Minería de metales y derechos humanos en Guatemala. La mina Marlin en San Marcos (Spanisch)

Tags: