22.08.2018 - Für die Vergabe des diesjährigen Friedensnobelpreises hat pbi Großbritannien die internationale Gemeinschaft der Menschenrechtsverteidiger_innen vorgeschlagen. Zusammen mit der britischen Parlamentarierin Ann Clwyd und der französischen Regierung wurde die Nominierung an das Nobelkomitee geschickt.

Jeden Tag riskieren Einzelpersonen, Gruppen und Gemeinschaften ihr Leben, um Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt zu erreichen. Menschenrechtsverteidiger_innen können Gemeindeleiter, Anwälte, Journalisten, Umweltaktivisten, Opfer von Missbrauch, Gewerkschafter, Lehrer, Studenten und mehr sein. Sie sind die Menschen, die sich gegen Ungerechtigkeit, Diskriminierung und Machtmissbrauch aussprechen. Sie halten die Regierungen zur Rechenschaft, schützen fragile Umgebungen und schaffen innovative Vorschläge für Veränderungen. Unsere Freiheiten hängen von ihrem Engagement und ihrem Opfer ab. Dieses Jahr ist ein einzigartiger Moment für das Nobelkomitee, um eine starke Botschaft an die internationale Gemeinschaft zu senden. 2018 ist der 20. Jahrestag der Erklärung der Vereinten Nationen über das Recht und die Verantwortung von Einzelpersonen, Gruppen und Organen der Gesellschaft, die allgemein anerkannten Menschenrechte zu fördern und zu schützen. Die am 9. Dezember 1998, dem Vorabend des 50. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, angenommene Erklärung der Menschenrechtsverteidiger_innen ist ein Meilenstein in der Geschichte der Menschenrechte. Sie erinnert uns daran, dass die Menschenrechte nicht nur gesetzlich verankert sind, sondern auch von denen, die für ihren Schutz kämpfen. Die Verantwortung für den Schutz der Menschenrechte liegt bei uns allen; jeder Mensch kann und sollte ein Menschenrechtsverteidiger_innen sein.

pbi steht seit über 35 Jahren Seite an Seite mit gefährdeten Menschenrechtsverteidiger_innen in einigen der gefährlichsten Länder der Welt. Mit dieser Nominierung wollen wir die Unterdrückung von Aktivist_innen, die wir vor Ort beobachtet haben, in die Öffentlichkeit tragen. Wir hoffen, neue Debatten auszulösen und neue politische Verpflichtungen von Staaten in der ganzen Welt zu erhalten. Letztlich würde es helfen, die Erzählung über Menschenrechtsverteidiger_innen zu ändern und sie nicht als Unruhestifter_innen, sondern als Friedensstifter_innen anzuerkennen.

Die Verleihung des Friedensnobelpreises an Menschenrechtsverteidiger_innen wäre ein Meilenstein in der Legitimierung der wichtigen Arbeit, die die Verteidiger_innen zum Schutz der Menschheit und zur Verteidigung der Grundrechte, auf die jeder von uns Anspruch hat, leisten. Anfang Oktober wählt das Nobelkomitee die Friedensnobelpreisträger mehrheitlich aus und verkündet sie um den 9. Oktober. Die offizielle Zeremonie findet am 10. Dezember in Oslo statt

Weitere Informationen

>> Why Human Rights Defenders should win the Nobel Peace Prize