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pbi Kolumbien: Im Einsatz für die Menschenrechte

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Im Einsatz für die Menschenrechte in Kolumbien - Die Menschenrechtsorganisation peace brigades international (pbi)

Die Lage der Menschen­rechte in Kolumbien

Nach vierjährigen Verhandlungen wurde 2016 ein Friedensabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und der größten Guerillabewegung FARC-EP unterzeichnet. Dieser historische Schritt weckte Hoffnungen auf einen dauerhaften Frieden im Land. Doch die Umsetzung des Friedensabkommens, welches die strukturellen Ursachen für den bewaffneten Konflikt in Kolumbien benennt und Wiedergutmachungsmaßnahmen für Opfer beinhaltet, ist anspruchsvoll. Insbesondere in ländlichen Gegenden sind zivile staatliche Stellen zudem weiterhin kaum präsent.

 

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Colombia aco fisico Trujillo

Die Regierung unter Gustavo Petro (2022-2026) verfolgte mit ihrem Ansatz des „totalen Friedens“ das Ziel, weitere Dialogräume zu schaffen und Verhandlungsangebote an alle bewaffneten Gruppen in Kolumbien auszuweiten. Die Umsetzung dieses Vorhabens gilt jedoch als weitestgehend gescheitert und Kolumbien von einem gerechten und nachhaltigen Frieden weit entfernt. Trotz der Friedensprozesse ist Gewalt in großen Teilen daher Kolumbiens weiterhin allgegenwärtig. Betroffen sind vor allem die ländliche Bevölkerung und diskriminierte Gruppen, wie etwa Indigene und Afrokolumbianer:innen.

 

Menschen, die sich für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden einsetzen, werden häufig selbst Opfer von Bedrohungen, Kriminalisierung und willkürlichen Verhaftungen. Kolumbien galt 2024 als gefährlichstes Land weltweit für Menschenrechtsverteidiger:innen. Allein im Jahr 2024 wurden mindestens 157 Menschenrechtsverteidiger:innen getötet. Die Verantwortlichen dieser Verbrechen werden dafür allerdings nur selten zur Rechenschaft gezogen. 

 

PBI in Kolumbien

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Menschenrechte in Kolumbien - Portraits von Opfern des kolumbianischen Konflikts

Im Jahre 1993 erhielt PBI vermehrt Anfragen aus Kolumbien und prüfte daraufhin, ob das PBI-Konzept der Schutz­begleitung im Land durchführbar sei. Trotz der Komplexität des bewaffneten Konflikts in Kolumbien und den großen regionalen Unterschieden im Hinblick auf dessen Auswirkungen in dem Andenstaat entschied sich PBI 1994, die Arbeit vor Ort aufzunehmen. 

 

Zurzeit ist PBI in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá und in Barrancabermeja (Magdalena Medio) vertreten und begleitet dort Einzel­personen und zivilgesellschaftliche Organisationen. Zudem bietet PBI Workshops zur psycho­sozialen Gesundheit von Menschenrechts­verteidiger:innen an. 

 

Die von PBI begleiteten Organisationen setzen sich für die Aufarbeitung des bewaffneten Konflikts und Friedensinitiativen, kleinbäuerliche Rechte und den Zugang zu Land für indigene und afrokolumbianischen Gemeinschaften sowie den Schutz der natürlichen Ressourcen ein. Ein weiteres Schwerpunktthema begleiteter Organisationen bildet das gewaltsame Verschwindenlassen.

 

PBI Kolumbien im Überblick
► Team: 21 Freiwillige und 4 ZFD-Fachkräfte
► Standorte: Bogotá und Barrancabermeja (Magdalena Medio)
► Koordination: 16 Mitarbeiter:innen in Bogotá, Washington und Brüssel
► Begleitete Organisationen und Menschenrechtsverteidiger:innen (Spanisch)


 

Weiterführende Informationen


>> Website des Projekts (in Spanisch und Englisch)
>> Jahresbericht 2025 von PBI Kolumbien (Spanisch, Englisch)
>> Dreiminütiger Animationsfilm zur Arbeit von PBI in Kolumbien
>> Videos zu 25 Jahren PBI Kolumbien
>> Publikationen (Spanisch)
>> Onlinefilme
>> „Friedensvereinbarung mit der FARC-Guerilla: Historischer Fortschritt – große Herausforderungen bleiben“
>> Documental: „Nos están matando“, el grito de los líderes sociales en Colombia
>> Podcastreihe „Making Space for Dialogue“
 

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