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Pressemitteilung der AGDF: Zivilgesellschaftliches Bündnis fordert Zukunftsinvestitionen statt Kürzungen bei internationaler Zusammenarbeit

Pressemitteilung der AGDF: Zivilgesellschaftliches Bündnis fordert Zukunftsinvestitionen statt Kürzungen bei internationaler Zusammenarbeit

11.03.2026 – Deutschland ist auf gute Beziehungen zu anderen Staaten und nicht zuletzt auch zivilgesellschaftliche Vernetzung angewiesen. Davon ist ein breites Bündnis aus Trägerorganisationen internationaler Freiwilligendienste überzeugt und kritisiert Kürzungen der Bundesregierung bei Förderprogrammen, die auf interkulturelle Begegnungen und Lernerfahrungen junger Menschen abzielen. 

Es reagiert damit zum einen auf eine Ankündigung des Auswärtigen Amtes, dass mit „kulturweit“ 2027 trotz ungebrochener Nachfrage ein sehr erfolgreicher internationaler Freiwilligendienst eingestellt wird. 6.500 junge Teilnehmende konnten darüber in fast zwei Jahrzehnten nachhaltig für globale Zusammenhänge und Weltoffenheit sensibilisiert werden. Zum anderen ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst „weltwärts“, den das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 2008 aufgelegt hatte, 2026 erstmals von Einschnitten betroffen. 

„Laut Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung sollen Freiwilligendienste gestärkt, ausgebaut und besser finanziert werden. Bei den internationalen Freiwilligendiensten erleben wir nun das genaue Gegenteil. Dies schränkt das wertvolle Angebot für junge Menschen erheblich ein und gefährdet langjährige internationale Partnerschaften“, kommentiert Whitney Cecilia Akwouah, Geschäftsführerin des Verbandes Internationale Dienste - vidi. „Das ist fatal, denn es handelt sich um bewährte Lerndienste, welche die Teilnehmenden für internationale Zusammenhänge und partnerschaftliches Miteinander sensibilisieren, was oftmals ihren gesamten weiteren Lebens- und Berufsweg prägt.“ 

„Deutschland braucht in den heutigen Zeiten mehr und nicht weniger welterfahrene Nachwuchskräfte, die sich für eine gerechte, partnerschaftliche internationale Zusammenarbeit engagieren“, ergänzt Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). „Der Abbau internationaler Freiwilligendienste ist kurzsichtig angesichts zunehmender globaler Abschottung, Krisen und Konflikten sowie immenser Herausforderungen. Wer ausgerechnet bei internationalen Freiwilligendiensten kürzt, hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden.“ 

Das Bündnis aus renommierten zivilgesellschaftlichen Anbietern internationaler Freiwilligendienste hat ein zweiseitiges Papier mit Zahlen und Fakten zu dem weltwärts-Programm zusammengestellt - insbesondere auch zu seiner Langzeitwirkung und seinem Nutzen für Deutschland.

>> Die Pressemitteilung als pdf

Für Rückfragen bei AGDF: Jan Gildemeister (Geschäftsführer), Telefon 0228/24 999-13