03.04.26 – Anfang März nahm PBI gemeinsam mit anderen internationalen Menschenrechtsorganisationen an einer Beobachtungsmission in Ecuador teil. Im Rahmen des Besuchs fanden Treffen mit lokalen Gemeinschaften, Menschenrechts- und Umweltaktivist:innen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Vertreter:innen öffentlicher Institutionen sowie Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft statt.
Die während des Besuchs gesammelten Informationen deuten auf eine besorgniserregende Einschränkung des zivilgesellschaftlichen Raums sowie auf eine Zunahme der Kriminalisierung und Einschüchterung von Menschenrechtsverteidiger:innen hin, insbesondere im Zusammenhang mit Rohstoffabbau und sozio-ökologischen Konflikten. Sie zeigen zudem Gefahren für die Unabhängigkeit der Justiz auf sowie eine Militarisierung als staatliche Reaktion auf legitime Menschenrechtsanliegen.
In einer gemeinsamen Erklärung bringen die beteiligten Organisationen ihre Besorgnis über diese Situation zum Ausdruck und fordern den ecuadorianischen Staat auf, die Rechte von Menschenrechtsverteidiger:innen zu gewährleisten, sowie die internationale Gemeinschaft, die Lage verstärkt zu beobachten. Abschließend bekräftigen sie ihre Solidarität und würdigen die Entschlossenheit derjenigen, die ihre Rechte in einem zunehmend feindseligen Umfeld weiterhin auf legitime Weise verteidigen.
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