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UN erklärt 19. Dezember zum Internationalen Tag der suchenden Frauen

16.09.2026 – Peace Brigades International (PBI) begrüßt die historische Entscheidung der Vereinten Nationen, die den 19. Dezember offiziell zum „Internationalen Tag der Anerkennung suchender Frauen nach verschwundenen Personen“ ausruft. 

Ein Triumph nach jahrelangem Kampf 

Seit Jahrzehnten sind es überwiegend Frauen – Mütter, Ehefrauen, Töchter und Schwestern – die den Schmerz über das gewaltsame Verschwindenlassen ihrer Angehörigen nicht schweigend hinnehmen. Sie haben das Schicksal der Vermissten in einen kollektiven Kampf für Wahrheit, Erinnerung, Gerechtigkeit und Würde verwandelt. 

PBI-Kolumbien betont, dass dieser weltweite Gedenktag in erster Linie ein Verdienst der suchenden Frauen selbst ist: „Diese Anerkennung ist vor allem das Ergebnis jahrelangen Kampfes, der Organisation und der Lobbyarbeit der suchenden Frauen. Sie haben die Suche nach ihren Geliebten in einen kollektiven Einsatz für Wahrheit und Würde verwandelt. Ihr Weg ebnet den Weg für die Zukunft.“ 

Pioniere der Bewegung: Die Stiftung Nydia Érika Bautista 

Besonders hervorgehoben wird die Rolle der Fundación Nydia Érika Bautista (FNEB) und des Nationalen Netzwerks suchender Frauen in Kolumbien. Beide Organisationen werden von PBI begleitet und haben den Vorstoß auf internationaler Ebene maßgeblich vorangetrieben. 

Die Stiftung FNEB feierte die UN-Entscheidung als historischen Sieg: „Der Kampf der suchenden Frauen wird von der Welt anerkannt! Der 19. Dezember ist ein Sieg und die Bestätigung dafür, dass Suchen ein Recht ist. Wir suchen weiter. Bis wir sie finden.“ 

Wichtigste Kernelemente der UN-Resolution 

Die von der UN-Generalversammlung verabschiedete Resolution ruft Mitgliedsstaaten, die Zivilgesellschaft und den Privatsektor zu konkreten Maßnahmen auf: 
Schutz vor Gewalt: Schutzmaßnahmen gegen Bedrohungen, Gewalt und Diskriminierung, denen suchende Frauen bei ihrer Arbeit ausgesetzt sind. 
Menschenrechte sichern: Aktiver Schutz der Grundrechte aller Personen, die sich an der Suche nach Verschwundenen beteiligen. 
Sichtbarkeit schaffen: Förderung von Veranstaltungen und Initiativen, die die unersetzliche Rolle dieser Frauen weltweit würdigen. 

Ein weltweites Problem 

Die große Bedeutung dieser UN-Entscheidung zeigt auch ein Blick auf andere Länder: Allein in Mexiko gelten offiziell über 130.000 Menschen als verschwunden. Vertreter:innen von Such-Kollektiven zufolge ist die internationale Anerkennung durch die UN ein entscheidendes Signal für Schutz und Rückhalt im täglichen Kampf vor Ort. 

In Folge 15 unseres Podcasts „Making Space for Dialogue” unterhalten wir uns mit Erik Arellana Bautista, dem Sohn von Nydia Érika Bautista, die 1987 gewaltsam verschwand und schließlich tot aufgefunden wurde. Seitdem führte die Familie den Kampf gegen das Vergessen an – allen voran die Schwester der Verschwundenen, Yanette Bautista. Erik erzählt über Erinnerungsarbeit in Kolumbien.

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