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Podcast/Guatemala: Wie sich indigene Gemeinden gegen Bergbaukonzerne zur Wehr setzen

13.03.2025 – Tauchen Sie ein in unsere Podcast-Reihe „Making Space for Dialogue“ und erfahren Sie aus erster Hand, wie Aktivist:innen in den PBI-Einsatzländern für Menschenrechte kämpfen. Lassen Sie sich von ihren Geschichten inspirieren – jetzt reinhören!

In der neuesten Folge beschäftigen wir uns mit der Menschenrechtssituation der indigenen Gemeinden in Guatemala. Dort kämpft Ubaldino García Canan gegen eine Antimonbergbaulizenz im Südosten Guatemalas, die im Jahr 2016 ohne die Zustimmung der umliegenden Gemeinden vergeben wurde. Antimon ist ein Halbmetall das unter anderem als Flammschutzmittel in Kunststoffe und auch im metallischen Bereich für Bleisäurebatterien eingesetzt wird. Das Bergbauunternehmen Cantera los Manantiales verursacht Umweltverschmutzung in der ganzen Region. 

Als Teil des Indigenen Rates (Consejo Indígena Maya Ch’orti’ de Olopa) setzt sich Ubaldino García Canan für das Recht seiner Gemeinde, die Maya Ch’orti’ de Olopa Chiquimula, ein. Oft wird er aufgrund seines friedlichen Widerstandes mit Einschüchterung, Morddrohungen und Kriminalisierung konfrontiert. Im Juli 2021 stellte der Oberste Gerichtshof Guatemalas eine Verletzung des Rechts auf freie, vorherige und informierte Zustimmung fest. 

Dieses Recht wurde in der ILO-Konvention 169 - dem internationalen Abkommen über indigene Völker - anerkannt. Die ILO-Konvention 169 soll indigenen Gemeinschaften Schutz bieten. Sie schreibt vor, dass sie vor der Durchführung von Projekten, Bauvorhaben, Landnutzungsänderungen oder sonstigen Maßnahmen jeglicher Art konsultiert werden. Das Abkommen wurde 1996 von Guatemala ratifiziert, doch das Recht auf Zustimmung wird heute noch oft missachtet.

>> Wie sich in Guatemala indigene Gemeinden gegen Bergbaukonzerne zur Wehr setzen