15.07.2026 – Dr. Heinke Wendt, Mitbegründerin von PBI Deutschland und Friedensaktivistin, verstarb diese Woche in Hamburg. Unsere Gedanken sind bei ihren Angehörigen.
Durch einen Zeitungsartikel über die PBI-Begleitarbeit in Guatemala war Heinke Ende der 1980er Jahre auf PBI aufmerksam geworden. Da sie persönliche Verbindungen zu dem Land hatte und spanisch beherrschte, bewarb sie sich für einen Auslandseinsatz, absolvierte das Vorbereitungstraining und war schließlich acht Wochen beim Team in Guatemala.
Zurück in Deutschland engagierte sie sich weiterhin und hielt unter anderem Vorträge in Schulen und Gemeinden. 1991 schließlich wurde unter ihrer Mitwirkung der Verein Peace Brigades International – Deutscher Zweig e.V. gegründet, exakt 10 Jahre nach Gründung von Peace Brigades International.
Heinke war in der Folge mehr als 20 Jahre (1997-2018) im Vorstand von PBI Deutschland und engagierte sich in mehreren ehrenamtlichen PBI-Arbeitsgruppen. So war sie in der Rundbrief-Redaktion und im Organisatorenkreis der beiden Veranstaltungsreihen Romero- und Lateinamerikatage. Zudem organisierte sie viele Jahre den Friedensliederabend im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade.
Bis ins hohe Alter ließ sie keine Gelegenheit ungenutzt, um auf die Anliegen der von PBI begleiteten Menschenrechtsverteidiger:innen aufmerksam zu machen und für die Arbeit von PBI zu werben.
Vielen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz.
Que descanses en Paz.
„Seit meinem Einsatz mit PBI in Guatemala vor mehr als 30 Jahren als freiwillige Schutzbegleiterin unterstütze ich diese Arbeit nach Kräften. Unser kleiner Beitrag zur Durchsetzung von Gerechtigkeit und ein Leben in Würde ist wirksam, rettet und schützt Menschen und deren Recht auf ein Leben in Würde.“
- Dr. Heinke Wendt, Gründungsmitglied PBI Deutschland, 2021