pbi bittet Kirchenkreise und -gemeinden um Kollekten zur Unterstützung von Menschenrechtverteidiger_innen in Konfliktregionen.

Helfen Sie uns dabei, Kirchengemeinden zu finden, die Kollekten für den gewaltfreien Einsatz und die Menschenrechtsarbeit der Friedensarbeiter_innen sammeln möchten.

Kollektenzweck

Indigene Gemeinden, Anwält_innen sowie Frauen- und Basisorganisationen setzen sich in Guatemala, Honduras, Kenia, Kolumbien, Mexiko, Nepal und Indonesien für die Einhaltung der Menschenrechte ein. Marginalisierung, Verfolgung bis hin zu Mord sind oftmals die Folge dieses Engagements. In vielen Regionen werden Menschenrechtsverteidiger_innen zunehmend kriminalisiert. Um sicherzustellen, dass diese Gruppen und Einzelpersonen weiterhin ihre Stimme für den Frieden erheben können, werden sie seit vielen Jahren von internationalen Freiwilligen bei ihrer täglichen Arbeit begleitet.

„Die Kraft der Menschenrechtsverteidiger_innen in Guatemala ist unbeschreiblich. Trotz Verfolgungen, Morddrohungen oder Attentaten gegen ihr Leben geben sie nicht auf, sondern kämpfen weiter für ein gerechteres Guatemala.“

Melanie Rücker war von 2013 bis 2014 als Freiwillige im pbi Guatemala-Projekt und hat dabei auch den Menschenrechtsanwalt Edgar Pérez Archila begleitet. In Guatemala werden Menschen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen, bedroht und angegriffen. Viele Verbrechen werden nie aufgeklärt oder verbleiben in Straflosigkeit.

Zwischen 1960 und 1996 gab es in Guatemala während des Bürgerkriegs mehr als 200.000 Opfer. Im Jahr 2013 fanden die Hauptverhandlungen zum Völkermordprozess wegen der Massaker an 1771 Ixil-Maya statt. Bei dem Massaker vom 25. März 1982 in der Gemeinde Tzalbal (Nebaj) starben 35 Personen, davon sieben Familienmitglieder von Andrés Láinez Chavéz. Die Tat konnte er erst viel später anzeigen. Er ist einer der über 100 Zeugen, die bei den Verhandlungen des Völkermordprozesses 2013 aussagten.

pbi hat über zwei Monate täglich Edgar Pérez Archila vom Bufete Jurídico de Derechos Humanos de Guatemala (Anwaltskanzlei für Menschenrechte in Guatemala), der als Vertreter der Nebenkläger auftrat, begleitet. „pbi gibt mir eine persönliche Begleitung und diese spiegelt sich in der Begleitung, die ich als Anwalt den Opfern gebe, wider“, so Pérez. Die Anwaltskanzlei setzt sich für die Aufklärung der Verbrechen in Guatemala ein und unterstützt die Opfer, Gerechtigkeit zu erlangen. Aufgrund der Brisanz dieser und weiterer Fälle des Anwalts Pérez und verschiedener Vorkommnisse gegen seine Sicherheit in den letzten Jahren, begleitet pbi ihn seit 2010.

pbi schützt bedrohte Menschenrechtsverteidiger_innen durch internationale Begleitung. Ihre Kollekte trägt dazu bei, dass wir auch in Guatemala effektiven Schutz leisten.

Ansprechpartnerin
Melanie Rücker
Telefon: 040 / 38 90 437-23
E-Mail: melanie.ruecker(at)pbi-deutschland.de

Bankverbindung für Ihre Kollekte
pbi – Deutscher Zweig e.V.
Stichwort/Verwendungszweck: “Kollekte pbi”,
Konto 2020 4060 00, BLZ 430 609 67, GLS-Bank Bochum
BIC/SWIFT GENODEM1GLS, IBAN DE14 4306 0967 2020 4060 00