Die zivilgesellschaftliche Teilhabe an politischen Prozessen ist wesentlicher Bestandteil einer funktionierenden Demokratie. pbi möchte daher verschiedenen Zielgruppen die Möglichkeiten und Herausforderungen zivilgesellschaftlichen Engagements verständlicher machen sowie alternative Konfliktlösungsansätze aufzeigen. Die Angebote zielen darauf ab die Fähigkeit zu schulen, sich kritisch mit Sachverhalten auseinanderzusetzen, sowie mögliche Wege des Aktivwerdens aufzuzeigen.
 

Das Planspiel „Civil Powker“ (ab 15 Jahre)

Beim Planspiel „Civil Powker“ schlüpfen die Teilnehmer_innen in individuelle Rollen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft und setzen sich mit einem internationalen Konflikt auseinander. Welche Möglichkeiten hat jede Gruppe, um auf den Konflikt zu reagieren? Welche Formen gibt es gerade auch für die Zivilgesellschaft, sich einzusetzen? Was würde zu einer Verschärfung, was zu einer Deeskalation des Konfliktes beitragen?

In zwei verschiedenen Phasen beschäftigen sich die Spieler mit ihren Rollen, und deren Werten und Interessen. Außerdem müssen sie innerhalb ihrer eigenen Gruppe und mit den anderen Akteursgruppen verhandeln und sich darauf einigen, wie sie auf den Konfliktreagieren werden.

Das Spiel vermittelt ein Basiswissen über die existierenden Möglichkeiten, die politische, wirtschaftliche und besonders zivilgesellschaftliche Akteure in Deutschland haben, um Einfluss auf einen internationalen Konflikt zu nehmen und macht diese erfahrbar.

Außerdem konfrontiert es die Teilnehmer_innen mit verschiedenen Hürden, der Notwendigkeit von Verhandlungen, aber auch der Gefahr des reinen „Pokerns“ um Macht und Einfluss. Der Verlauf des Spiels und die vorgegebenen Handlungsoptionen werden in der Gruppe reflektiert.
 

Workshop / Projekttag „Basisdemokratische Entscheidungen, Konsens“ (ab 12 Jahre)

„Lasst uns abstimmen – das ist doch demokratisch!“ — viele Menschen setzen Demokratie verkürzt mit Wahlen und Mehrheitsentscheid gleich. Die repräsentative Demokratie mit gewählten Volksvertreter_innen im Parlament ist jedoch nur eine indirekte Form der Herrschaftsausübung durch das Volk. Eine weitere Form sind basisdemokratische Verfahren der Entscheidungsfindung, beruhend auf dem Konsensprinzip. Damit sollen gleichermaßen alle Beteiligten in den Entscheidungsfindungsprozess mit einbezogen werden. Wie jedoch funktionieren solche Konsensverfahren und auf welchen Prinzipien beruhen sie? Was sind die Möglichkeiten und Grenzen dieser Methode und wo kann sie sinnvoll eingesetzt werden? Im Workshop lässt sich je nach Fokus und Altersstufe mit verschiedenen Übungen oder Rollenspielen arbeiten. Besonders geeignet ist das Angebot für die Fächer Religion, Ethik und Politik.