pbi geht von einem weiten Friedensbegriff aus, der über die pure Abwesenheit von Krieg und Gewalt hinausgeht und unter anderem auch Gerechtigkeit und die Einhaltung der Menschenrechte umfasst. Frieden wird von pbi zudem nicht als Zustand betrachtet, sondern als Prozess, an dem kontinuierlich gearbeitet werden muss. Durch unsere Angebote zum Thema Frieden möchten wir Jugendlichen und Erwachsenen ein besseres Verständnis von weltweiten Konflikten geben sowie wichtige Kompetenzen zu interkultureller und gewaltfreier Kommunikation vermitteln.

 

Workshop: „Friedens-und Menschenrechtsarbeit in Konfliktgebieten“ (ab 14 Jahre, auch für Veranstaltungen zur Berufsorientierung geeignet)

Ehemalige pbi-Friedensfachkräfte berichten über ihre Erfahrungen in der internationalen Menschenrechtsarbeit. Anhand einer Gruppenarbeit setzen sich die Jugendlichen exemplarisch mit der Situation eines gefährdeten Menschenrechtsverteidigers auseinander. Es werden Menschenrechtsverletzungen reflektiert und gemeinsam mögliche Ansätze, bedrohte Menschenrechtsverteidiger_innen zu schützen, diskutiert. Im Anschluss lernen die Jugendlichen die internationale Schutzbegleitung als Instrument der zivilen Konfliktbearbeitung kennen und erhalten wesentliche Impulse für zivilgesellschaftliches Engagement in ihrem lokalen Umfeld.
 

Filmbesprechung: „Chocolate de Paz“ (ab 14 Jahre)

Die Friedensgemeinde San José de Apartadó in Kolumbien weigert sich seit ihrer Gründung 1997 Partei für eine der im bewaffneten Konflikt beteiligten Gruppen zu ergreifen – Paramilitärs, Guerillagruppen oder die Armee – und kämpft mit gewaltfreien Mitteln für ein Leben in Frieden. Mehr als 250 Mitglieder der Friedensgemeinde und Zivilisten, die in der Gegend wohnten, sind seitdem getötet worden oder gewaltsam verschwunden. Der Film „Chocolate de Paz“ erzählt die Geschichte der Friedensgemeinde und zeigt, wie sie versucht, sich durch den Anbau von Kakao ein wenig Frieden und Freiheit zu „erkämpfen“.